Meister des Augustiner-Altars (Hans Traut) und Werkstatt mit Rueland Frueauf d.Ä., Innenseite: Christus umarmt den hl. Bernhard, der hl. Christophorus trägt das Jesuskind; Außenseite: Hll. Johannes d.T. und Nikolaus, 1487
Gemälde, Altarflügel
Inventarnummer
Gm145
Inv.-Nr. des Leihgebers
5791
Maße
271,5 x 92,2 x 1,4–1,9 cm (Bildträger)
271,5 x 88,0–89,0 cm (Bildfläche)
Holzart
Tannenholz (Abies alba)
Bildträger
Nutrahmen, vertikale Ausrichtung der Bretter, stumpfer Stoß
Leihgeber
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Außenseite
Inschrift
in den Nimben

unlesbar aufgrund der überarbeiteten Vergoldung

Innenseite, oberes Bildfeld
Wappen
unten links, in Schwarz ein zweireihig von Silber und Rot geschachter Schräglinksbalken
Wappeninhaber
Zisterzienser (sog. Bernhardwappen)
herkömmliche Form: Schrägrechtsbalken
Provenienz und Erwerbung

Aus der Augustinereremitenklosterkirche St. Veit, Nürnberg. Wohl 1810/11 in die königl. Gemäldegalerie auf der Nürnberger Burg verbracht, spätestens zu diesem Zeitpunkt in Einzelteile zerlegt. 1817 und 1819 im Katalog der Galerie aufgeführt. Ab 1822 sämtliche Tafeln als städtischer Besitz verzeichnet.

Gm142–145 (wandelbare Schreinflügel): ab 1829 Moritzkapelle, Nürnberg; 1836 im Besitz der protestantischen Kirchenverwaltung; 1855/56 als Bayerischer Staatsbesitz inventarisiert. Ab 1882 als Leihgabe der königlich-bayerischen Zentralgemäldegalerie (heute BStGS) im GNM.

Gm146–149, 1279, 1280 (Stand- und Predellenflügel): weiterhin in der Burggalerie, die Standflügel ab 1836 im Besitz der protestantischen Kirchenverwaltung, die Predellenflügel in städtischem Besitz. 1840 die oberen Teile der Standflügel (Gm146, Gm1280) und die Predellenflügel (Gm148, Gm149) in der Nürnberger Gemäldegalerie des Landauer’schen Zwölfbrüderhauses, die unteren Teile der Standflügel (Gm147, Gm1279) weiterhin auf der Burg. Nach Schließung der Landauer-Galerie 1864 alle vier Teile der Standflügel im Pfarrhaus der Lorenzkirche. 1867/68 gelangten Gm146 und Gm147 ans GNM, Gm1279 und Gm1280 in die Lorenzkirche, die Predellenflügel in das Nürnberger Rathaus, von dort 1875 mit weiteren Objekten der städtischen Kunstsammlungen an das GNM. Gm1279 und Gm1280 als Leihgabe der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Nürnberg-St. Lorenz 1932 an die Stadt Nürnberg, von dieser zur Aufbewahrung als Leihgabe an das GNM.

1942–45 Kriegsauslagerung aller Tafeln des Retabels im Felsenkeller der Nürnberger Burg (Obere Schmiedgasse 52).

Bild URL
Bildunterschrift
Gm145, Gesamtaufnahme, Außenseite
Bild URL
Bildunterschrift
Gm145, Gesamtaufnahme, Innenseite
12779
12781
12783
12785
14331
14335
Außenseite
Kaschierung
vollflächig mit Gewebe
Grundierung
weiß
Pigmentierte Zwischenschicht
nachweisbar (weiß) durch Radiografie
Unterzeichnung
nachweisbar (schwarz) durch Infrarotreflektografie
Ritzung
nachweisbar, Trennung Blattmetallauflagen und Farbflächen, Zirkelschlag
Metallauflage
Nimben, Mäntel, Mitra, Krümme, Goldbatzen des Nikolaus: Gold auf Poliment (rotbraun)
Stab der Krümme: Silber auf Poliment (rotbraun)
Amikt, Dalmatik, Infulbänder: Silber auf Anlegemittel (ockerfarben)
Fingerringe, Buchbeschläge: Zwischgold auf Anlegemittel (ockerfarben)
Fellkleid des Johannes: Zwischgold auf Anlegemittel (bräunlich)
Verzierung
Parura, Saum und Dalmatik des Nikolaus: Pressbrokat (Flächenbrokat)
Mäntel, Fellkleid, Mitra, Krümme, Sockel: Schwarzzeichnung
Hinterlegung des Schleierbretts: Tremolierung
Innenseite
Kaschierung
teilflächig mit Tiersehnen (Hinterlegung der Schleierbretter)
Grundierung
weiß
Pigmentierte Zwischenschicht
nachweisbar (weiß) durch Mikroskopie, Radiografie
Unterzeichnung
nachweisbar (schwarz) durch Infrarotreflektografie
Ritzung
nachweisbar, Trennung Blattmetallauflagen und Farbflächen
Metallauflage
Reichsapfel, Krümme: Gold auf Anlegemittel (ockerfarben)
Gewandsäume des Jesuskindes und des Bernhard, Strahlennimben: Silber auf Anlegemittel / Farbschicht (hellgelb)
Wappenbalken: Silber auf Anlegemittel (dunkelbraun)
Hinterlegung der Schleierbretter: Zwischgold auf Anlegemittel (ockerfarben)
Verzierung
Reichsapfel: Schwarzzeichnung
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Gm145, Außenseite, Detail: Gesicht des Johannes d.T.
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Gm145, Außenseite, Detail: Fellgewand des Johannes d.T.
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Gm145, Außenseite, Detail: Pelikan
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Gm145, Außenseite, Detail: Parure auf dem Gewand des Nikolaus
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Gm145, Außenseite, Detail: Teil der Parure
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Gm145, Außenseite, Detail: Brokatmuster
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Gm145, Außenseite, Detail: Gesicht des Nikolaus
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Gm145, Außenseite, Detail: Teil der Mitra
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Gm145, Außenseite, Detail: Teil des Krummstabs
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Gm145, Außenseite, Detail: Fuß des Johannes
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Gm145, Innenseite, oberes Bildfeld, Detail: Kopf Christi
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Gm145, Innenseite, oberes Bildfeld, Detail: Füße Christi
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Gm145, Innenseite, oberes Bildfeld, Detail: Goldschmiedegefäß
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Gm145, Innenseite, oberes Bildfeld, Detail: Weiherhaus
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Gm145, Innenseite, unteres Bildfeld, Detail: Einsiedler
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Gm145, Innenseite, unteres Bildfeld, Detail: Landschaftsausblick
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Gm145, Innenseite, unteres Bildfeld, Detail: Kopf des Christophorus
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Gm145, Innenseite, unteres Bildfeld, Detail: Jesuskind
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Gm145, Innenseite, unteres Bildfeld, Detail: Zweige
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Gm145, Innenseite, unteres Bildfeld, Detail: Muscheln
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Gm145, Innenseite, unteres Bildfeld, Detail: Muschel
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Gm145, Innenseite, oberes Bildfeld, Detail: Kopf des Bernhard
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Gm145, Innenseite, oberes Bildfeld, Detail: Teil des Krummstabs
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Bearbeitung
Fücker, Beate
Baum, Katja von
Hess, Daniel
Eckstein, Lisa
Hentschel, Judith
Waterman, Joshua
Zitation des Eintrags
Beate Fücker, Katja von Baum, Daniel Hess, Lisa Eckstein, Judith Hentschel, Joshua Waterman: Meister des Augustiner-Altars (Hans Traut) und Werkstatt mit Rueland Frueauf d.Ä., Innenseite: Christus umarmt den hl. Bernhard, der hl. Christophorus trägt das Jesuskind; Außenseite: Hll. Johannes d.T. und Nikolaus, 1487, Gm145. In: Datenbank zur Deutschen Tafelmalerei des Spätmittelalters im Germanischen Nationalmuseum, Url: https://tafelmalerei.gnm.de/objekt/Gm145 (abgerufen am 19.10.2019)