Meister des Nürnberger Marienaltars, Bethlehemitischer Kindermord, 1400/10
Fragment eines Retabelflügels, Innenseite
Inventarnummer
Gm114
Maße
91,3 x 122,1 x 0,4–0,7 cm (Bildträger)
91,3 x 122,1 cm (Bildfläche)
Zustand des Bildträgers
beschnitten
gespalten
parkettiert
Konstruktion des Bildträgers
Nutrahmen, vertikale Ausrichtung der Bretter, stumpfer Stoß, liegende Jahrringe
Provenienz und Erwerbung

Aus der Frauenkirche, Nürnberg. Spätestens 1522/24 anlässlich der Stiftung und Errichtung des Welser-Retabels zerlegt und in Teilen möglicherweise für dessen Predella weiterverwendet. Nach Zerlegung des Welserretabels wohl 1810 im Kunsthandel. Grabtragung / Geißelung (Gm 113, 113a) spätestens 1853 in der Slg. des Hans von Aufseß, Nürnberg, und als Leihgabe im Germanischen Museum (später GNM); nach Ausweis einer schwarzen Übermalung auf den Außenseiten zuvor jedoch zusammen mit der Maria-Elisabeth-Szene / Gefangennahme (Gm 1087) und Ölberg aufbewahrt. Der Bethlehemitische Kindermord (Gm 114) 1876 als Schenkung des Hamburger Kaufmanns Johannes Paul an das GNM. Die Maria-Elisabeth-Tafel 1877 in der Slg. Lippmann; danach bis zu ihrer Versteigerung im Juni 1924 in der Slg. Goldschmidt-Przibram in Wien bzw. Brüssel. 1924 durch das GNM und die Stadt Nürnberg erworben, 1927 vollständiger Übergang in das Eigentum der städtischen Kunstsammlungen; als Leihgabe im GNM. 1942–1944 Kriegsauslagerung im Felsenkeller der Nürnberger Burg (Obere Schmiedgasse 52), 1/3.8.1944–1945 im Felsenkeller am Paniersplatz. Die Köpfe Marias und des Verkündigungsengels (Gm 2321_1, Gm2321_2) 1871 aus der Slg. von Johann Friedrich Fromm in Köln versteigert. Bis zur erneuten Versteigerung 1876 in der Slg. von Christian Raban Ruhl, danach in der Slg. von Konsul Eduard Friedrich Weber, Hamburg; versteigert 1912. Seit 2004 als Leihgabe aus Privatbesitz im GNM.

Bild URL
Bildunterschrift
Gm114, Gesamtaufnahme
Bild URL
Bildunterschrift
Gm114, Gesamtaufnahme, Rückseite
13489
12096
12112
Vorderseite
Kaschierung
vollflächig mit Gewebe
Grundierung
weiß
Pigmentierte Zwischenschicht
nicht nachweisbar
Unterzeichnung
bläulich schwarz, nachweisbar durch Mikroskopie, Infrarotreflektografie
Ritzung
nachweisbar: Trennung Blattmetallauflagen und Farbflächen
Metallauflage
Gold auf schwarzem Poliment: Krone
Silber auf Grundierung: Rüstungen, Waffen
Verzierung
Punzierung (Punktpunze): Rüstungen, Waffen, Krone
Punzierung (Rädchen): Krone
1 of 5
Kartierungen
Gm114, Kartierung des Fugenverlaufs
Gm114, Kartierung der Detailaufnahmen
Bearbeitung
Fücker, Beate
Hess, Daniel
Zitation des Eintrags
Beate Fücker, Daniel Hess: Meister des Nürnberger Marienaltars, Bethlehemitischer Kindermord, 1400/10, Gm114. In: Datenbank zur Deutschen Tafelmalerei des Spätmittelalters im Germanischen Nationalmuseum, Url: https://tafelmalerei.gnm.de/objekt/Gm114 (abgerufen am 27.05.2020)