Meister des Nürnberger Marienaltars, Grabtragung der Maria, 1400/10
Rechter Flügel, Innenseite
Inventarnummer
Gm113
Maße
110,3 x 139,5 x 0,6–0,8 cm (Bildträger)
108,6 x 139,5 cm (Bildfläche)
Urspr. Aufstellungsort von Einzelobjekten
Nürnberg, Kirche unserer Lieben Frau [Frauenkirche]
Zustand des Bildträgers
beschnitten
gespalten
parkettiert
Konstruktion des Bildträgers
Nutrahmen, vertikale Ausrichtung der Bretter, stumpfer Stoß, stehende Jahrringe, liegende Jahrringe
Vorderseite
Inschrift
im aufgeschlagenen Buch des Apostels links

sa[l]ve Regina [mater] miseri/cordi[ae] vita dulcedo et [spes nostra, salve]

Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsere Wonne und unsere Hoffnung [Text der marianischen Antiphon des Salve Regina]

Provenienz und Erwerbung

Aus der Frauenkirche, Nürnberg. Spätestens 1522/24 anlässlich der Stiftung und Errichtung des Welser-Retabels zerlegt und in Teilen möglicherweise für dessen Predella weiterverwendet. Nach Zerlegung des Welserretabels wohl 1810 im Kunsthandel. Grabtragung / Geißelung (Gm 113, 113a) spätestens 1853 in der Slg. des Hans von Aufseß, Nürnberg, und als Leihgabe im Germanischen Museum (später GNM); nach Ausweis einer schwarzen Übermalung auf den Außenseiten zuvor jedoch zusammen mit der Maria-Elisabeth-Szene / Gefangennahme (Gm 1087) und Ölberg aufbewahrt. Der Bethlehemitische Kindermord (Gm 114) 1876 als Schenkung des Hamburger Kaufmanns Johannes Paul an das GNM. Die Maria-Elisabeth-Tafel 1877 in der Slg. Lippmann; danach bis zu ihrer Versteigerung im Juni 1924 in der Slg. Goldschmidt-Przibram in Wien bzw. Brüssel. 1924 durch das GNM und die Stadt Nürnberg erworben, 1927 vollständiger Übergang in das Eigentum der städtischen Kunstsammlungen; als Leihgabe im GNM. 1942–1944 Kriegsauslagerung im Felsenkeller der Nürnberger Burg (Obere Schmiedgasse 52), 1/3.8.1944–1945 im Felsenkeller am Paniersplatz. Die Köpfe Marias und des Verkündigungsengels (Gm 2321_1, Gm2321_2) 1871 aus der Slg. von Johann Friedrich Fromm in Köln versteigert. Bis zur erneuten Versteigerung 1876 in der Slg. von Christian Raban Ruhl, danach in der Slg. von Konsul Eduard Friedrich Weber, Hamburg; versteigert 1912. Seit 2004 als Leihgabe aus Privatbesitz im GNM.

Bild URL
Bildunterschrift
Gm113, Gesamtaufnahme
Bild URL
Bildunterschrift
Gm113, Gesamtaufnahme, Rückseite
13404
12092
12108
Vorderseite
Kaschierung
vollflächig mit Gewebe
Grundierung
weiß
Pigmentierte Zwischenschicht
nicht nachweisbar
Unterzeichnung
bläulich schwarz, nachweisbar durch Mikroskopie, Infrarotreflektografie
Ritzung
nachweisbar: Trennung Blattmetallauflagen und Farbflächen
Metallauflage
Gold auf schwarzem Poliment: Hintergrund, Nimben
Silber auf Grundierung: Rüstungen, Waffen
Zwischgold auf schwarzem Poliment: Sargtuch
Verzierung
Sgraffito (auf Blattmetall): Sargtuch
Punzierung (Punktpunze): Nimben, Sargtuch, Waffen, Rüstungen
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Kartierungen
Gm113, Kartierung der Detailaufnahmen
Gm113, Kartierung des Fugenverlaufs
Bearbeitung
Fücker, Beate
Hess, Daniel
Zitation des Eintrags
Beate Fücker, Daniel Hess: Meister des Nürnberger Marienaltars, Grabtragung der Maria, 1400/10, Gm113. In: Datenbank zur Deutschen Tafelmalerei des Spätmittelalters im Germanischen Nationalmuseum, Url: https://tafelmalerei.gnm.de/objekt/Gm113 (abgerufen am 27.05.2020)