Hans Pleyenwurff und Werkstatt, Hl. Thomas von Aquin, um 1460/65
Rechter Flügel, Außenseite
Inventarnummer
Gm130
Maße
166,8 x 52,8 x 0,4 cm (Bildträger)
164,6 x 51,2 cm (Bildfläche)
Urspr. Aufstellungsort
Nürnberg, Dominikanerkirche St. Marien
Holzart
Tannenholz (Abies alba)
Bildträger
gespalten, gedünnt, parkettiert, Nutrahmen, vertikale Ausrichtung der Bretter, stumpfer Stoß, stehende Jahrringe
Vorderseite
Inschrift
im Nimbus

[SANCTU]S THOMAS DE AQUI[NO]

Wappen
ursprünglich eventuell auf der Rahmung, brauner Hundekopf nach rechts auf rotem Grund
Wappeninhaber
unbekannt
1737 von Schwarz erwähnt, heute nicht mehr vorhanden
Rückseite
Marke/Beschriftung
Notizzettel (oben, rechts der Mitte, an einer Parkettierungsleiste)

Germanisches Nationalmuseum / […] / Gem. 130: H. Pleydenwurff / Dreikönigsaltar in / St. Lorenz / Rechter Außenflügel Thomas / v. Aquin / Tannenholz, 1,76 x 0,525 m / G. M.

Provenienz und Erwerbung

Aus St. Marien, Nürnberg; dort 1586 und 1733 Erwähnung des Dreikönigsretabels, jedoch ohne Nennung der Flügelaußenseiten. 1737 erwähnt Schwarz Gm129 und Gm130 erstmals als Flügelaußenseiten des Dreikönigsretabels. 1778 und 1801 beschreibt Murr das Retabel in situ. Noch 1807 in St. Marien nachweisbar (die Kirche ab 1808 abgerissen). Zwischen 1807 und 1811 Transfer in die Nürnberger Burg, in diesem Zusammenhang erfolgte vermutlich die Teilung der Retabelflügel; zwischen 1811 und 1854 Erwähnungen des Mittelteils und der Flügelinnenseiten in der Gemäldeslg. der Kaiserburg. 1843, 1846, 1863 und 1874 sind Gm129 und Gm130 in der Nürnberger Frauenkirche dokumentiert. Seit spätestens 1882 als Leihgabe der Katholischen Kirchenverwaltung Unser Lieben Frauen, Nürnberg, im GNM. 1909 erworben. Unklar ist, wann der Transfer der Mitteltafel und der Flügelinnenseiten des Retabels in die Nürnberger St. Lorenzkirche erfolgte. 1942–1945 Kriegsauslagerung im Felsenkeller der Burg (Obere Schmiedgasse 52).

Bild URL
Bildunterschrift
Gm130, Gesamtaufnahme, Vorderseite
Bild URL
Bildunterschrift
Gm130, Gesamtaufnahme, Rückseite
9381
9384
13467
Vorderseite
Kaschierung
vollflächig mit Gewebe
Grundierung
weiß
Pigmentierte Zwischenschicht
nachweisbar durch Radiografie, Röntgenfluoreszenzanalyse
Unterzeichnung
nachweisbar (schwarz) durch Infrarotreflektografie
Ritzung
nachweisbar, Trennung Blattmetallauflagen und Farbflächen, Binnenflächen der Farbflächen
Metallauflage
Hintergrund: Gold auf Poliment (orange-rot)
Verzierung
Nimbus: Musierung
Nimben: Trassierung
Ehrentuch, mit Zinnfolie: Pressbrokat
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Gm130, Kartierung der Musierung (rot) und Trassierung (grün), teilweise ergänzt
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Gm130, Detail: Kopf und Taube
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Gm130, Detail: Kopf und Nimbus
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Gm130, Detail: alte Ritzung und Aufhängung des Ehrentuchs
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Gm130, Detail: entfernte Taube
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Gm130, Detail: entfernte Taube, Streiflicht
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Gm130, Detail: Buch
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Gm130, Detail: Pressbrokat mit gekreuzten Fäden, Streiflicht
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Gm130, Detail: Pressbrokat mit gekreuzten Fäden
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Gm130, Detail: Pressbrokat mit gekreuzten Fäden, schwach beleuchtet
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Gm130, Detail: Pressbrokat mit gedrehten Fäden
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Bearbeitung
Fücker, Beate
Hirschfelder, Dagmar
Zitation des Eintrags
Beate Fücker, Dagmar Hirschfelder: Hans Pleyenwurff und Werkstatt, Hl. Thomas von Aquin, um 1460/65, Gm130. In: Datenbank zur Deutschen Tafelmalerei des Spätmittelalters im Germanischen Nationalmuseum, Url: https://tafelmalerei.gnm.de/objekt/Gm130 (abgerufen am 19.10.2019)