Meister L.Cz., Innenseite: Kreuzigung Christi, sog Stiebar'sche Kreuzigung; Außenseite: Hl. Fides von Agen (?), letztes Viertel 15. Jh.
Retabelflügel
Inventarnummer
Gm155
Leihgeber
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Inv.-Nr. des Leihgebers
WAF 723
Maße
151,0 x 56,5 x 1,0–1,4 cm (Bildträger)
IS:151 x 55,6–56,1 cm; AS: 151,0 x 55,7 cm (Bildfläche)
Zustand des Bildträgers
beschnitten
Konstruktion des Bildträgers
vertikale Ausrichtung der Bretter, stumpfer Stoß, liegende Jahrringe
weitere Personen
Stifter, dargestellt und repräsentiert durch Wappen: Stiebar von Buttenheim
Innenseite
Inschrift
im Kreuzestitulus

[hebräische Zeichen ohne sinnvollen Zusammenhang:]ב ב[?]שכא` ר ד קר שׂ פ א כ[?] / [graecisierende Fantasieinschrift, die zum Teil dem Lateinischen nahe kommt] / [lateinische Inschrift:] . IE(SU)S . NASAELIVS . REX . IVDEOR(V)M .

Jesus von Nazareth, König der Juden
Wappen
unten rechts, von weiß (= silber) und schwarz geteilt mit roter Schweinsfeder (Eisen von einem Spieß) im oberen Feld; auf dem Spangenhelm doppelter Hut in den Farben des Schildes, der obere gestürzt mit wechselnden Farben, besteckt mit schwarzem Federbusch
Wappeninhaber
Sti(e)bar von Buttenheim
Außenseite
Marke/Beschriftung
Papieretikett (unten links)

durchgestrichen: [Rahmen, darin Wappen des bayer. Königreichs] / N°. 332 / [unten, außerhalb des Rahmens:] 1828

Papieretikett (unten links)

[Rahmen, darin:] Wittelsbacher / Ausgleichsfonds / H.G. 723 / (1936) / Inv. S. No. 312 [durchgestrichen] / [unter dem Rahmen:] 155

Provenienz und Erwerbung

Wahrscheinlich aus dem Bamberger Dom oder einer anderen Bamberger Kirche. 1817 durch den Fürsten Ludwig Kraft zu Oettingen-Wallerstein aus der Slg. des Grafen Vichy in München erworben. 1828 Ankauf aus der Slg. Oettingen-Wallerstein durch König Ludwig I. von Bayern. Vermutlich 1829 nach Nürnberg verbracht, zunächst wahrscheinlich auf die Kaiserburg. 1880 belegt in der königl. Filialgalerie in der Moritzkapelle, Nürnberg. 1882 als Leihgabe der Zentralgemäldegalerie an das Germanische Museum. Heute als Leihgabe der BStGS (Wittelsbacher Ausgleichsfonds) im GNM. 14.8.1941–1945 Kriegsauslagerung im Neutorturm.

Bild URL
Bildunterschrift
Gm155, Gesamtaufnahme, Innenseite
Bild URL
Bildunterschrift
Gm155, Gesamtaufnahme, Außenseite
11519
11521
11523
11525
13277
Innenseite
Kaschierung
über Fugen mit Gewebe (gesamte Tafelhöhe)
Grundierung
weiß
Pigmentierte Zwischenschicht
nicht nachweisbar
Unterzeichnung
schwarz, nachweisbar durch Infrarotreflektografie
Ritzung
nachweisbar: Trennung Blattmetallauflagen und Farbflächen
Metallauflage
Gold auf rotem Poliment: Reste entlang des Grundiergrats, unter Malschicht
Verzierung
gemalte Muster: Mantel (rechter Scherge)
Außenseite
Kaschierung
über Fugen mit Gewebe (nicht durchgängig; einzelne kurze Streifen)
Grundierung
weiß
Pigmentierte Zwischenschicht
nicht nachweisbar
Unterzeichnung
schwarz, nachweisbar durch Mikroskopie, Infrarotreflektografie
Ritzung
nicht nachweisbar
Metallauflage
Zwischgold auf ockerfarbenem Poliment: Nimbus, Krone
Silber auf Farbschicht: Rost
Verzierung
Schwarzzeichnung: Nimbus, Krone, Rost: Konturen, Binnenzeichnung, Schattenschraffur
Schablonierung: Ehrentuch
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Bearbeitung
Hirschfelder, Dagmar
Eckstein, Lisa
Zitation des Eintrags
Dagmar Hirschfelder, Lisa Eckstein: Meister L.Cz., Innenseite: Kreuzigung Christi, sog Stiebar'sche Kreuzigung; Außenseite: Hl. Fides von Agen (?), letztes Viertel 15. Jh., Gm155. In: Datenbank zur Deutschen Tafelmalerei des Spätmittelalters im Germanischen Nationalmuseum, Url: https://tafelmalerei.gnm.de/objekt/Gm155 (abgerufen am 07.09.2021)