Bamberger Maler (Vorgängerwerkstatt Hans Pleydenwurffs?), Kalvarienberg, um 1450/55
Mitteltafel, Vorderseite
Zugehörige Teile
Inventarnummer
Gm125
Inv.-Nr. des Leihgebers
7728
Maße
mind. 278,2 x 224,6 x 1,0 cm (Bildträger)
ca. 278,2 x 224,6 cm (Bildfläche)
Urspr. Aufstellungsort
Ebern, Pfarrkirche St. Laurentius
Bildträger
gedünnt, parkettiert, vertikale Ausrichtung der Bretter,
Leihgeber
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Vorderseite
Inschrift
auf dem Kreuztitulus

INRI

im Nimbus der Maria Magdalena

in humanistischer Kapitalis: SANCTA . MADALENA . [ital. Variante des Namens]

auf dem Schild am rechten Bildrand, auf einigen Hutkrempen und Gewandsäumen

hebraisierende Inschriften ohne inhaltliche Bedeutung, die z.T. die Buchstaben Aleph א und Schin שׁerkennen lassen. Die übrigen Zeichen imitieren zwar die hebräische Schrift, sind aber nicht eindeutig zuzuordnen.

Wappen
auf dem Schild am rechten Bildrand, schwarzer Adler auf rotem Grund
Wappeninhaber
Imperium Romanum
Provenienz und Erwerbung

Aus der Pfarrkirche St. Laurentius in Ebern (Unterfranken). Um 1690 durch ein barockes Retabel ersetzt und in die Turmhalle der Laurentiuskirche verbracht; dort bis 1834 verwahrt. 1834–1883 Anbringung über der Tür der Sakristei der Eberner Friedhofskapelle St. Marien. 1883 Verkauf an die Alte Pinakothek in München. Gm 125 ab 1886 im GNM, die Flügel wohl ab 1887. Am 17. April 1945 verbrannten die Retabelflügel am Auslagerungsort auf der Cadolzburg.

Bild URL
Bildunterschrift
Gm125, Gesamtaufnahme
10802
Vorderseite
Grundierung
weiß
Pigmentierte Zwischenschicht
nachweisbar (weiß) durch Mikroskopie
Unterzeichnung
nachweisbar durch Infrarotreflektografie
Ritzung
nachweisbar, Trennung Blattmetallauflagen und Farbflächen
Metallauflage
Hintergrund, Nimbus Christi: Gold auf Poliment (orange-rot)
Rüstungen, Waffen: Silber auf Anlegemittel (transparent)
Nimben, Gewandborten, Kreuz auf Sudarium: Gold (auf Anlegemittel)
Verzierung
Gewänder: Pressbrokat (Rapport)
Ärmel der Maria Magdalena: Pressbrokat (Einzelmotiv)
1 of 19
Gm125, Kartierung weiß, Detail: Gewand des bösen Hauptmanns
73
Gm125, Kartierung weiß, Detail: Kopf Christi
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Gm125,Kartierung gelb, Detail: Kopf Christi
73
Gm125, Kartierung rot, Detail: rechter Arm Christi
73
Gm125, Kartierung rot, Detail: linker Arm Christi
73
Gm125, Kartierung weiß, Detail: Lendentuch
73
Gm125, Kartierung gelb, Detail: Kopf des Johannes und Jüngerinnen
73
Gm125, Kartierung rot, Detail: Soldaten links des Kreuzes
73
Gm125, Kartierung weiß, Detail: Veronika und eine der Jerusalemer Frauen
73
Gm125, Kartierung rot, Detail: Kopf der Maria
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Gm125, Kartierung weiß, Detail: Kopf der Maria Magdalena
73
Gm125, Kartierung gelb, Detail: Soldaten rechts des Kreuzes
73
Gm125, Kartierung weiß, Detail: Spötter
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Gm125, Kartierung gelb, Detail: Hauptmänner
73
Gm125, Kartierung rot, Detail: Kopf des guten Hauptmanns und Zuschauer
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Gm125, Kartierung rot, Detail: Soldaten am rechten Bildrand
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Gm125, Kartierung weiß, Detail: Rüstung
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Gm125, Kartierung rot, Detail: Gewandsaum des bösen Hauptmanns
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Gm125, Kartierung gelb, Detail: Hund
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Bearbeitung
Fücker, Beate
Baum, Katja von
Hirschfelder, Dagmar
Eckstein, Lisa
Zitation des Eintrags
Beate Fücker, Katja von Baum, Dagmar Hirschfelder, Lisa Eckstein: Bamberger Maler (Vorgängerwerkstatt Hans Pleydenwurffs?), Kalvarienberg, um 1450/55, Gm125. In: Datenbank zur Deutschen Tafelmalerei des Spätmittelalters im Germanischen Nationalmuseum, Url: https://tafelmalerei.gnm.de/objekt/Gm125 (abgerufen am 19.10.2019)